Zu der öffentlichen Veranstaltung zur Vorstellung der möglichen Inhalte des Mobilitätskonzepts, im Rahmen des B-Plan Verfahrens Schlaatz 2030, wurde auf Schlaatz.de berichtet. Allerdings wurde die Unterschiedlichkeit in den Diskussionen und die teils kontroversen Meinungsunterschiede hierbei, nicht dargestellt.
Trotz der inzwischen einjährigen ehrenamtlichen Tätigkeit, die die Mitglieder des Schlaatzrat, im Zusammenhang mit der Bürgerbeteiligung zum B-Plan Verfahren leisten, werden die Belange und Bedarfe der Bürgerinnen und Bürger im Stadtteil, so unsere Wahrnehmung, von der Verwaltung und den Planern nicht ernst genommen.
Gerade der Umstand, dass die derzeitig diskutierten Veränderungen sich in fast keiner Weise, in der Lebensstiuation des Stadtteils wiederspiegeln, oder diese Verbessern, zeigt, wie weit die Planungen von den Bedarfen des Stadtteils entfernt sind.
Im direkten gegenüber steht ein Stadtteil, in dem die Verwaltung nur Teile ihrer Aufgaben und rechtlichen Verpflichtungen wahnimmt und die Probleme die daraus alltäglich entstehen, halbherzig verfolgt.

Sprecher des Schlaatrat
Allerdings ist deutlich zu erkennen, dass die Problemlagen und kritischen Hotspots in der zukünftigen Version des Stadtteils einfach überplant, oder weggeplant wurden. Das ist unsauber!
Der Schlaatzrat konnte wegen einerseits der Flut an Planungunterlagen, die uns zur Verfügung gestellt werden, nicht rechtzeitig ein konkretes Positionspapier verabschieden. Denn andererseits, erhalten wir Unterlagen und Protokolle, die wichtig für eben diese Positionierung sind, nicht rechtzeitig. Ein Dilemma!
Trotz allem haben wir es geschafft, an dieser öffentlichen Veranstaltung zahlreich teilzunehmen und unsere Positionen (die des Stadtteils!) deutlich zum Ausdruck zu bringen und zu diskutieren.
Auf dem letzten Schlaatzrat-Treffen am 12.03.2025 diskutierten wir, im Ergebnis und in der Rückschau auf diese Veranstaltung eine Forderungsaufstellung, die in Kürze den Weg in die Planungsgremien und (über die Fraktionen) zu den späteren Entscheidern, die Stadtverordneten finden wird.

Bericht im Tagesspiegel 22.02.2025 –
Verkehr am Schlaatz Was bleibt vom Masterplan 2030?
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Meinung

Ich habe wahrgenommen, dass eine Frau von der Stadt (Namen vergessen) ein paar mal gar nicht amüsiert darüber war, was von den Planer*innen da teilweise so erzählt wurde.
Generell hatte ich das Gefühl, dass den Leuten tatsächlich zugehört wurde und auch wirklich ein Interesse an deren Bedürfnissen und Hinweisen bestand.
Besonders interessant war mein Gespräch an der Station 3, an der ich mir mit der Planerin sehr schnell darüber einig war, dass der bisherige Schlaatz 2030 Plan so einfach nicht funktioniert und die Gewoba wohl einen Architekten beauftragt hat, der sich das alles zumindest mal vor Ort ansehen soll. Auch diese ominöse Parkraumerhebung war aus ihrer Sicht nicht viel wert.
Dennoch bleibe ich dabei, dass hier nur die Taten und nicht der gute Wille zählen. Ich bin vorsichtig optimistisch, dass das zu erwartende Mobilitätskonzept deutlich besser ausfällt, als das, was wir bisher mit Schlaatz 2030 präsentiert bekommen haben.
Aber so lange nichts handfestes vorliegt, kann es auch noch schief gehen!

Die Veranstaltung habe ich als sehr kreativ wahr genommen.
Für mich persönlich reichen die Planungen jedoch in einen Zeitraum hinein, der mich allerdings nicht mehr berühren wird.
Ich habe auch den Eindruck, dass die Planungen aus heutiger Sicht in 10 bis 15 Jahren nicht mehr relevant sind.
Bevölkerungszuwachs, Änderung der Bewohnerstruktur etc. etc.
Mich interessieren eigentlich mehr die Dinge, die momentan für mich wichtig sind, wie Sauberkeit. Erscheinungsbild etc.etc.
Grauenhaft finde ich z.B. den Holzkasten an der Nuthestraße, (Architektur einer Mau-Mau-Siedlung), das soll aber nicht heißen, dass sich die jüngere Generation nicht über Planungen für die nächsten 10 – 20 Jahre keine Gedanken machen soll.